Freunde

Weil ich dich so verdammt gerne mag, denkt mein Herz an dich an jedem Tag. Ich weiß, dass ich es manchmal ein Ekel bin, doch, glaube mir, du bist ganz fest in meinem Herzen drin. Du musst gestehen, du machst es mir auch oft nicht leicht, doch ein Blick von dir genügt und mein Herz erweicht. Auch wenn wir des Öfteren nicht einer Meinung sind, ich hab dich so gern wie mein eigen' Kind. Mit dir kann ich mich unterhalten und einfach nur sein, du hältst zu mir, wenn ich lache und auch wenn ich wein'. Weil Freunde sich gegenseitig blind vertrauen, werde ich dir goldene Brücken zu meiner Seele bauen. Zusammen sind wir zwei ein eigenes Element, ein Jammer, das man es nach uns wohl nicht benennt, denn dieser Grundstoff ist einzig unsere Chemie, ich werde zu dir stehen, vergiss das bitte nie!

15.9.10 02:55, kommentieren

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Trauernd Herz

Oh mein trauernd Herz, du sollst bitter bluten,

sollst wie Wasser meine Liebe fluten.

Möchte die kläglichen Schmerzen vergessen,

verfaulen sollen sie wie alte Zypressen.


Will meine Liebe stürzen in die grausame Tiefe,

ohne herzlichen Abschied, ohne wehmütige Briefe,

der eisige Nordwind soll davon sie wehen,

wie die weißen Blüten reifer Schlehen.


Möchte sie einkerkern in ein düsteres Verlies,

würd' stehlen wie Jason das goldene Vlies,

und niemand bräuchte zur Hilfe mir eilen,

meine Liebe soll im tiefsten Dunkel allein verweilen.


Soll der grässliche Höllenhund meine Liebe verspeisen,

würde wie Odysseus Jahre auf den gewaltigen Meeren reisen,

um vergessen, was mein trauernd Herz mir im Stillen sagt,

denn dein Körper, dein Geist und deine Seele an mir immer noch so zärtlich nagt.


1 Kommentar 15.9.10 02:00, kommentieren

Paradies

Wann zeigt sich die glühende Liebe
in ihrer schimmernden Pracht,
wenn nicht in einer sternklaren
Nacht,
wenn ein wolkenfreier Himmel unseren Planeten liebevoll bewacht?

Ist Liebe nicht, wenn salzige Tränen
aus den Augen rinnen,
ist der See der klaren Tropfen nicht
ein Geschenk höchster Minnen?
Wenn Wasser Felsen spaltet und sich
das Glück im Herzen all umgreifend entfaltet?

Heilt wahre Liebe nicht alle Wunden?

Vertreibt sie nicht die grauen Stunden,

lässt sie nicht die Welt im Lichte scheinen?

Jung und alt, groß und klein in Frieden vereinen.

Einigkeit durch die Liebe zu jeder Zeit,

doch ist der Mensch zu diesem Schritt bereit?

Das Paradies zu schaffen bedeutet Mut,

doch die glühende Liebe fließt täglich durch unser menschlich' Blut.



14.9.10 23:12, kommentieren

Rastlos

Meine Liebe mich um den Schlaf gebracht,

so reite ich durch die dunkle Nacht.

Meinem Pferd gebe ich die Sporen,

noch ist nicht alle Hoffnung verloren.


Ich muss es wagen,

ich muss es ihr sagen,

mein Herz verkraftet keine weitere Last,

weiter, mein treuer Gesell, nur keine Rast.


Die tiefen Sümpfe der Feigheit bezwingen,

um den Sieg zu erringen,

die Ketten der Befangenheit lösen,

mein ganzes Herz ich ihr werd' entblößen.

14.9.10 23:09, kommentieren

Ein Dank

Mein Herz, vom Tag so schwer,

erschöpft, es wollte nicht mehr.

Es rann' verbittert gegen Wände,

schüttelte widerwillig der bösen Menschen Hände.

Verschlossen habe ich mich vor Freud und Leid,

es vermoderten Herz und Leib.

Doch in jener kalten Nacht,

hat sie die Wärme zurück in mein Herz gebracht.

Ich sah sie und es ward um mich geschehen,

ich wagte es, auf sie zuzugehen.

Die beste Entscheidung meines Lebens,

sie ist der Quell meines täglichen Herzbebens.

So viel Licht in diesen Tagen,

sie, die Antwort auf all meine Fragen.

Sie war nicht nur ein Funken, vielmehr das ganze Feuer,

vertrieb die bösen Geister, Dämonen, Ungeheuer.

Zeigte mir was es heißt liebend selbst zu sein,

wusch mein dunkle Seele rein.

So hell und strahlend wir nun durch die Welt taumeln,

unsere Seelen in der Welten Schaukel baumeln,

ohne Kummer und Schmerz,

es bedankt sich sehr, mein Herz.

1 Kommentar 14.9.10 23:08, kommentieren

Melodie des Herzens

Der wahren Liebe erster Kuss,
ein unaufhaltsam brausender Fluss,
angefüllt mit tiefer Hingebung und erstickender Leidenschaft,
der den menschlichen Bedacht so opferbereit zugrunde rafft.

So zärtlich und berührend weich,
führt der leichte Kuss dich ein ins Himmelreich,
öffnet dir einst verschlossen Tor und Tür zu einer neuen Welt,
in der dein Seelenschmerz wie von selbst zu staubig Asch' zerfällt.

Schwer dein Herz in Einsamkeit still schlief,
ehe dich die goldene Stimm' der Angebeteten errief,
wie Musik sie in deiner Ohren Muscheln klang,
verzauberte die euphonische Melodie dich noch stundenlang.

Züngelnde Feuer und knisternde Funken ließen die feinen Lippen wohlig beben,
dumpfen Geist und holde Seele in ungeahnte Höhen schweben,
so friedlich die Welt sich im Licht der Lippen wiegt,
wenn Haut an Haut sich seidend schmiegt.

In der heiligen Stille der wonnigen Nacht,
verschwinden alsdann Qual und Mühsal, die Tag gebracht,
im Glanz der spitzen, erregten, lüsternen Zungen,
die sich fest im Schatten der Liebe verschlungen.

Abzulassen den Durst nach mehr zu stillen,
zu fesseln den verführerisch- unbändigen Willen,
vergebens dies jedoch am Wipfel der Glückseligkeit,
denn keines Menschen Herzen dazu bereit.

Benommen der Tanz durch den leeren Raum,
Schritt für Schritt mitsamm' im sinnlichen Traum,
der Welten Zeit längst überwunden,
im heilenden Meer der nächtlichen Stunden.

Doch durchbricht der Morgensonne Strahl den verbündenden Reigen,
bitterböse sich die flackernden Kerzen der Nacht dem Ende neigen,
bleibt nur die bittersüße Erinnerung an den behaglichen Genuss,
der wahren Liebe erster Kuss.

1 Kommentar 2.9.10 04:13, kommentieren

Das Gefecht

Ich stand vor einer Truppe voller wilder Krieger,

doch du machtest aus mir einen wahrhaften Sieger.

Zog zu Felde gegen wie grausamen Horden,

kämpfte für dich als gäbe es kein Morgen.

Du gabst mir die Kraft, die Schlacht zu schlagen,

den Aufmarsch gegen die tösende Streitmacht zu wagen,

warst mein Schild und meine rechte Flanke,

wofür ich dir auf ewig danke.

Du schenktest mir Mut mein Schwert zu fassen,

und nicht von meinem Ziele abzulassen.

Weiter das Banner immer stolz zu hissen,

der Sturm deiner Liebe mich feuertrunken mitgerissen.

Und hier, am Ende aller Zeiten,

blicke ich in die Ferne, in unergründliche Weiten,

erinnere mich an die Fehde, die ich focht,

mein Herz bis heute nur noch mehr für dich gepocht. 

1.9.10 05:13, kommentieren