Für di...

Wenn I des nachts ned schlafen kann,
dann liegt des meistens nur daran,
dass I steck in 'am Fieberwahn.

Mei Herz des pocht so furchtbar laut,
da hilft a kor bitters Kraut,
es is passiert, du host mi einfach umg'haut.

I hab di es erstmal g'sehn
und I dacht glei, I miasst vergeh'n,
so schee, wie dein braunen Hoar im Wind weh'n.

Hob da gsagt, du gfallts ma fei,
was die anders sogn, des is ma einerlei,
in mei Herz da kimmt ab heit ner eine nei.

Jetzt sitz I wieder hier vor Schmerz,
uns es brennt so fuchtbar ach mein Herz,
was I da jetzt sag des is kei Scherz:

"Dankschee für die scheene Zeit,
für di is ma kor Weg zu weit,
vorbei is mit der Einsamkeit"

Der Text is ganz alloa für di,
und I leg mi jetzt a wieder hi,
doch jetzt woaßt, was I wirklich füh'l für di.

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Erinnerung

Lange Zeit ein Mädchen schien vergessen,
von dem mein Herz einst ward besessen.
Ich sie nicht gekannt,
doch ihr Blick sich tief in mein Herz gebrannt.

Die Jahre zogen dahin,
man entwickelte sich, der Bart sproß am Kinn,
man lebte, das Mädchen auf ihre Weise,
doch begab sich etwas seltsames auf der menschlichen Reise.

Ich weiß nicht, ob Schicksal, Fügung oder göttliche Magie,
das Mädchen von einst zeigt sie mir und mein Herz verfasste diese Elegie.
Ihr Wesen, noch um so viel schöner geworden,
der Perfektion nahe, auf zu grausam Morden.

Ohne Kopf und Verstand hat sich mein Herz verrant,
in dieses Mädchen, das doch so unbekannt.
Wehmut und Schmerz bestimmen diese Tage,
niedergeschrieben in dieser Elegie, des Dichters Klage.

Ist es Liebe, ist es Verlangen?
Meine Seele selten solch' bittren Schmerzen empfangen.
Im Dunkel möchte ich frieren, mich an ihrem Anblick laben,
mir einen Ort der Zuflucht graben.

Denn was sie auslöst in meinem Herzen,
das sind viel mehr als grausame Schmerzen.
sie mit der Krone stolz im Haar,
für sie verkaufte ich Haus und Hof, mein letztes Ar.

Und nun lasse ich mein Herz sprechen,
mag es auch in tausend Scherben brechen,
es kann nicht mehr schweigen,
möchte nicht weiter im Stillen leiden.

Es möchte zeigen seine ganze Sympathie,
gefüllt mit unsterblicher Empathie,
seit dem Tag, an die ich sie zum ersten Mal gesehen,
mein Herz weiß, es ward mit diesem Tage um es selbst geschehen.

21.12.10 03:56, kommentieren

Freudenschrei

Uraltes, vertrocknetes Land,
mich selbst nicht gekannt.
Verdrängte Gedanken über Freude und Leben,
doch rüttelte mich auf ein gewaltiges Beben.

Schon längst gekannt diese Erosion,
doch tief vergraben, auszweichen einer Kollision.
Eingeschnürt der Welten Schimmer,
keine Funken, nicht der kleinste Glimmer.

Nach Jahren abgetragenes Sediment,
freigeschaufelt die Lasten, so sehr, dass es brennt.
Doch es sind keine Schmerzen, es ist kein Leiden,
vielmehr ist es ein sanftes Tuch gewebt aus Seiden.

Es hat sich gelegt über den aschfahlen Staub der Jahre,
begraben unter dem Tuch, die Angst gelegt auf eine Totenbahre.
In feinster Handarbeit ein kleines Mädchen hat geschafft,
was den stärksten Löwen wohl sonst zugrunde hätte gerafft.

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Winternacht

Schneeflocken vom Himmel fallen,
die Landschaft ein Meer von Eiskristallen,
Fußspuren führen durch den weichen Schnee,
weiß bedeckt die Blätter der Allee.

Wir schlendern zusammen durch die Novembernacht,
ein Hauch von Schicksal uns zusammen gebracht.
Fern von allen Sorgen dieser Welt,
das Glitzern des Schnees uns den Weg erhellt.

Ich habe dich in meinem Arm,
ich behüte und beschütze dich, halte dich warm.
Wir können offen zueinander sprechen,
und doch dauerte es, bis das Eis konnte endlich brechen.

Doch all das ist vergessen,
denn ich bin noch viel mehr als von dir besessen,
Und mit jeder Schneeflocke die der Himmel diesen Winter noch wird schenken,
werde ich an diese wunderschöne Nacht mit dir zurück denken.

21.12.10 03:51, kommentieren

Weihnachtszeit

Süßer die Glocken nie klingen,
so wird man Weihnachten wieder singen.
Doch klingen die Glocken nur dann mit hellem Klang,
wenn man gefunden, was man gesucht vergebens jahrelang.

Sich freudig in die Augen sehen,
gemeinsam das Fest der Weihnacht begehen,
sagen können, dass man liebt,
dass man Fehler verzeiht und dem geliebten Menschen alles gibt.

Das größte Geschenk, das man zu machen im Stande,
ist der Liebe Bande.
Mit einer roten Schleife werde ich es verzieren,
mich nicht meiner Gedanken schämen und mich vor aller Welt zur Not genieren.

So süß die Glocken auch mögen klingen,
in meinen Ohren wird an diesem Tag nur deine Stimme singen.
Denn mein Herz werde ich dir auf den Gabentische legen,
und ich weiß, du bist die Frau, die darauf achtet und es wird immer pflegen.

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Wahrhaftige Schönheit

Wahrhaftige Schönheit zu beschreiben,
ihren süßen Namen dabei zu meiden,
fällt so schwer wie selten,
denn für sie ganze eigene Regeln gelten.

Habe mich in Gedanken immer verkrochen,
vermisste meines Herzens Pochen.
Lieber unglücklichlich sein als falsch zu lieben,
den Himmel auf Erden längst abgeschrieben.

Doch als wir standen zusammen im Winde,
spürte die Angst im Mann wie damals als Kinde,
um mein Herz seit Jahren eine Schlinge,
ich sah keinen Ausweg, wie ich dem entginge.

Die Rettung kam so unverhofft,
und seitdem denke ich an sie allzu oft,
gesagt diese drei Worte, die seit Jahren gemieden,
geschlossen mit mir selbst den seeligen Frieden.

Verzaubert hat sich mich voll und ganz,
ein Mädchen, ihre Bewegungen gleichen einem lieblichen Tanz,
ihre glänzenden Augen wie Diamanten,
in ihrer Nähe benehme ich wie eine Schar von Dilettanten.

Ich stelle nicht die Frage, wieso es ausgerechnet ihr gelungen,
dass sie so tief in mein Herz ist eingedrungen.
Bewundere ich sie doch für das, was sie hat geschafft,
die eingefallenen Gefühle des Löwens sie hat gestrafft.

Was kann ich ihr Versprechen,
außer ihr nie das Herz zu brechen?
Was kann ich ihr geben,
außer den Rest von meinem Leben?

Alles, was sie glücklich macht, werde ich versuchen,
das Ende einer langen Reise, aufgehört ich habe zu suchen,
wie sie so vor mir stand,
da wusste ich, diesem Mädchen, der gebe ich meine ganze Hand.

Ich lasse sie nicht los,
halte sie in meinen Armen, setze sie auf meinen Schoß
werde bei ihr sein auch am Ende aller Zeiten,
was auch kommen mag, in diesen unergründlichen Weiten.

Dieses kleine Geschöpf, so unverwüstlich lieblich-zart,
wie ein Rosenduft, der dich völlig hat vernarrt,
traf sie mitten in mein Herz,
und wenn sie nicht bei mir ist, ist nur dieser Schmerz.

Doch diesen Schmerz nehme ich gerne hin,
denn ich weiß, dass auch ich in ihrem Herzen bin,
und wenn wir uns wieder sehen,
dann Gottes Engel für uns Spalier werden stehen.

Denn, was uns verbindet wurde nicht auf gezeugt auf dieser Welt,
diese Zusammenkunft, ist vielmehr ein Licht auf dieser Welt,
denn wenn so verschieden und doch so ähnlich passt zusammen,
dann saßen die Götter aller Universen für diese Liebe beisammen

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Das kleine Herz - auf Fahrt

Das kleine Herz war wieder auf der Flucht,
es suchte nach dem süßen Liebesduft,
machte sich auf mit Sack und Pack,
denn es hatte das einsame Leben satt.

Mit Stock und Hut ging es auf die Reise,
die ersten Schritte waren noch sehr leise,
doch immer spürte es die Lust,
und es überwand den dunklen Alltagsfrust.

Es marschierte über Stock und Stein,
es fühlte die Luft, sie war so herrlich rein,
auszuziehen in die weite Welt,
und jemanden zu finden, der das Herz erhellt.

Das kleine Herz traf auf viele Leute,
doch fragte es sich: „Was will die Meute?“
Ich bin auf der Suche nach der wahren Liebe,
um die zu finden, kassiere ich gerne Hiebe.

Manche blauen Flecken bekam das Herz tatsächlich,
doch nichts auf dieser Welt, machte es zerbrechlich,
mit dem Ziel vor Augen, ein geliebtes Herz zu finden,
um sich für ewig, an das kleine Ding zu binden.

Tagaus, tagein war das Herz sehr mit sich selbst beschäftigt,
doch regte sich in ihm dieses Gefühl so heftig,
es wollte endlich wissen, was es heißt zu leben,
und glücklich über die Tanzfläche zu schweben.

Es suchte, suchte, suchte, suchte und war schon fast am Zweifeln,
von Rhön über Maas bis an die Eifel,
überall war das kleine Herz gewesen,
doch das Loch im Herzen ward bis dato nicht genesen.

Als die Hoffnung nahezu verloren schien,
da sah das kleine Herz, am Ufer eine Elfe knien.
Die kleine Elfe, so blass und rein,
das kleine Herz schloss sie direkt ins das warme Herzchen ein.

Es stapfte zu der kleinen Elfe hin,
und sah auf sah sie an von Haar bis Kinn,
der Blick schweifte über bis zu den Füßen,
dann fand es endlich Worte, sie zu begrüßen,

„Hallo, ich bin das kleine Herz,
in mir brennt seit Jahren so ein tiefer Schmerz.
Ich hoffe, du kannst meine Wunden heilen,
dann werde ich mit dir mein Leben teilen.“

Die kleine Elfe lief ganz rot an
Und befand sich in des kleinen Herzens Zauberbann,
noch nie hat sie ein kleines Herz so zärtlich berührt,
noch nie hat sie diesen Hauch gespürt.

Den Hauch von Liebe und Zärtlichkeit,
das kleine Herz und die Elfe - von nun an zu zweit,
die Reise des kleinen Herzens nun vorbei,
es beginnt nun der Weg der Zwei.

Und wer nicht glauben kann, was geschieht,
wenn ein kleines Herz sich in eine Elfe verliebt,
der begebe sich doch selbst auf den Pfad,
und wer nicht weiter weiß, der fragt das kleine Herz um Rat.

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